Maritime Kalenderblätter
An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.
Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.
Die maritimen Kalenderblätter werden von Hans-Peter Küßner zusammengestellt.
März 2026
März 1966
Eine, nach einer Kollision zwischen einem US-amerikanischen B-52G-Bomber und einem KC-135-Tankflugzeug im Mittelmeer abgeworfene Wasserstoffbombe (sog. Palomares-Zwischenfall, 17.01.1966), wird nach über zweimonatiger Suche von dem US-amerikanischen Mini-U-Boot ALVIN an der spanischen Küste gefunden.
01.03.1956
Aufstellung der ersten Einheiten der NVA. Zugleich nehmen das Ministerium für Nationale Verteidigung, die Stäbe der Luft- und Seestreitkräfte und der Militärbezirke der NVA ihre Tätigkeit auf. Der 1. März wird laut Beschluss des Präsidiums des Ministerrates der DDR vom 18.10.1966 zum „Tag der Nationalen Volksarmee" erklärt.
In diesem Zusammenhang Bildung der Verwaltung der SSK, Vereidigung (feierlicher Schwur) des Stabes (der Angehörigen der Verwaltung) der Seestreitkräfte als erste Einheit der SSK durch den ersten Chef der Seestreitkräfte, Konteradmiral Felix Scheffler, im Ständehaus (später Haus der Offiziere/Haus der Armee, heute Ständehaus) in Rostock, dem ehemaligen Sitz des Stabes der Volkspolizei-See und damit erster Sitz des Führungsorgans der Seestreitkräfte, die „Verwaltung der Seestreitkräfte“.
01.03.1966
In Anwesenheit von Harry Tisch wird von der Pioniereinheit Brümmer der Volksmarine eine Brücke über den Trebelkanal
an die LPG „Neues Deutschland“ in Deyelsdorf (südlich von Tribsees) übergeben. Die Brücke wurde von den Matrosen in nur achttägiger Arbeit errichtet. Sie schaffte den Zugang zu einer Insel und ermöglichte den Genossenschaftsbauern,
das dortige Weideland besser zu nutzen.
01.03.1976
Der erste weibliche Sanitätsoffizier der Bundesmarine nimmt den Dienst auf.
01.03.1990
Eingliederung des MSR 28 als Küstenverteidigungsregiment 18 (KVR-18) in die Volksmarine lt. Befehl Nr. 05/90 des Ministers für Nationale Verteidigung. Freg.-Kptn. Dieter Tappert wird in die Dienststellung Kommandeur des KVR-18 berufen. Der Akt der Übernahme/Eingliederung erfolgte während eines militärischen Zeremoniells am Vormittag in der Rostocker Kaserne (jetzige Hanse-Kaserne) des Truppenteils in Anwesenheit von Generalleutnant Horst Scylla, Chef des Militärbezirks Neubrandenburg, und Vizeadmiral Hendrik Born, Chef der VM. Der Truppenteil ist ersatzlos aus den Landstreitkräften gestrichen. Er hat lediglich Aufgaben zur Küstenverteidigung im Bestand der VM zu erfüllen.
06.03.1521
Der portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan entdeckt im Pazifischen Ozean auf einer Weltumsegelung im Dienste Spaniens die Insel Guam. Da es dort zu zahlreichen Missverständnissen mit Eingeborenen kommt, nennt er sie die „Insel der Diebe“ (Las Islas de los Ladrones).
06.03.1991
Auf Ersuchen der USA beschließt die Bundesregierung die Verlegung der deutschen Minenabwehreinheiten in den Persischen Golf; Beteiligung an der Räumung von Seeminen vor der kuwaitischen Küste. Dazu setzt die Marine erstmals das Minenabwehrsystem TROIKA ein.
09.03.1916:
Das Deutsche Reich erklärt Portugal den Krieg, nachdem dieses deutsche Handelsschiffe in portugiesischen Gewässern beschlagnahmen ließ.
10.03.1966
Die Universität Rostock und die Volksmarine schließen auf einem Festakt in der Universitätsaula einen Freundschaftsvertrag ab. Magnifizenz Prof. Dr. Heidorn und der Chef der Volksmarine, Vizeadmiral Ehm, unterzeichnen das Dokument, das den engen Zusammenhang zwischen dem wissenschaftlich-technischen Fortschritt und der Landesverteidigung sowie die gemeinsame Verantwortung für die Wehrerziehung zum Ausdruck bringt.
16.03.1521
Der portugiesische Seefahrer und Entdecker Ferdinand Magellan entdeckt auf einer Entdeckungsreise
in spanischem Auftrag als erster Europäer die Philippinen.
24.03.1926
Auf der Marinewerft Wilhelmshaven läuft nach dem Kriege nach einer zweijährigen Bauzeit der erste Torpedoboot-Neubau der Reichsmarine auf den Namen MÖWE vom Stapel.
April 2026
April 1951
Es erscheint die erste vom SHD der DDR herausgegebene Nautische Beschreibung der Küste der DDR „Handbuch für die Küste der DDR 1951“, Abgeschlossen mit N.M.f.S. der DDR, Ausgabe 14 vom 28.03.1951.
01.04.1961
Aufstellung des Flottendienstgeschwaders der Bundesmarine in Wilhelmshaven und des 7. Schnellbootgeschwaders der Bundesmarine in Kiel.
01.04.1991
Aufstellung des Marinestützpunktkommandos Warnemünde (Ehemals Standort der 4. Flottille Warnemünde-Hohe Düne der Volksmarine).
01.04.1996
Beginn des Schulbetriebes der Marinetechnikschule in Parow, der zusammen mit der künftigen Marineoperationsschule nach und nach die Ausbildungsaufgaben der aufzulösenden Ausbildungseinrichtungen (Technische Marineschule, Marinefliegerlehrgruppe, Marinewaffen-, Marinefernmelde- und Marineortungsschule) zufallen.
02.04.1696
Auf der von Peter I. eingerichteten Werft in Woronesh (Russland) läuft als erstes Schiff der künftigen russischen Kriegsflotte im Schwarzen Meer die Galeere PRINCIPIUM vom Stapel.
02.04.1966
Im Hafen von Marseille (Frankreich) verwandelt sich der 31.000-tdw-Taker OLYMPIC HONOUR nach einer Explosion in ein Feuermeer. Stichflammen schießen bis zu 80 m in die Höhe. 30 Besatzungsmitglieder erleiden schwere Verbrennungen. Sieben Männer geben aus dem Maschinenraum verzweifelte Klopfzeichen, verbrennen jedoch trotz des Einsatzes sämtlicher Feuerlöschboote des Hafens.
03.04.1951
Unterzeichnung des 2. Petersberger Abkommens über die Wiederfreigabe von Schifffahrt und Schiffbau. Es bringt der BRD die endgültige Freigabe von Schifffahrt und Schiffbau.
03.04.1956
Bildung der Stammdienststelle der Bundesmarine in Wilhelmshaven.
04.04.1941
Der britische Hilfskreuzer HMS VOLTAIRE trifft bei einer Patrouillenfahrt im Mittelatlantik auf den deutschen Hilfskreuzer SMS THOR und wird von diesem in einem etwa 75-minütigen Artilleriegefecht so zusammengeschossen, dass er untergeht.
04.04.1966
Die Bundesmarine der BRD beendet das in der Nordsee durchgeführte dreiwöchige Seeumschlags- und Nachschubmanöver „Trossex“. Außer der Versorgungsflotte der Bundesmarine nahm auch das 2. Geleitgeschwader an dieser Übung teil.
08.04.1966
In der Nähe von Palermo bricht auf dem Motorschiff STUBBENKAMMER der Deutschen Seereederei ein Maschinenbrand aus, der mit eigenen Mitteln gelöscht werden kann.
09.04.1981
Indienststellung des ersten (kleinen Küstenschutzschiffes) U-Boot-Abwehrschiffes (UAW-Schiff) einer neuen Generation vom Typ PARCHIM (Projekt 133, Projekt-Nr. 133.102, Bau-Nr. der Werft 347) mit dem Namen PARCHIM, Bord-Nr. 242, in der 4. Flottille Warnemünde - Hohe Düne durch den Stellvertreter des Ministers und Chef des Hauptstabes der NVA, Generaloberst Fritz Streletz. Erster Kommandant (Indienststellung) des UAW-Schiffs PARCHIM: Kptn.-Ltn. Gerd Hensel.
10.04.1926
Das Frachtsegelschulschiff BREMEN läuft zu seiner ersten Reise zur Westküste Süd (zur damaligen Zeit in der Handelsschifffahrt, insbesondere in der verklungenen Großseglerfahrt, übliche Bezeichnung für die Westküste von Südamerika) aus. Die BREMEN ist das erste Schiff, das aufgrund der neuen verschärften Vorschriften über Segelschulschiffe ausgerüstet wurde.
13.04.1941
Der britische Hilfskreuzer RAIPUTANA wird bei Island von dem deutschen U-Boot U 108 mit zwei Torpedotreffern versenkt. Das U-Boot hatte das Schiff zuvor fast zwei Tage lang verfolgt und mit fünf Torpedoschüssen vergeblich zu treffen versucht.
15.04 - 30.04.1986
See- und Luftstreitkräfte Dänemarks, Großbritanniens, Norwegens und der BRD führen in der Ostsee und im Kattegat Seekriegsmanöver mit der Bezeichnung „Blue Harrier“ durch, an denen 65 Kriegsschiffe und Boote beteiligt sind. Neben Minenabwehrschiffen und Minentauchergruppen nehmen U-Boote, Unterstützungseinheiten sowie starke Luftstreitkräfte
einschließlich des fliegenden Aufklärungssystems AWACS teil.
16.04.1861
Gründung eines preußischen Marineministeriums, das dem preußischen Kriegsminister v. Roon unterstellt wird.
19.04.1966
Das 12.812 BRT große norwegische Passagierschiff VIKING PRENCESS gerät auf einer Kreuzfahrt im Karibischen Meer in Brand. Das im Maschinenraum entstandene Feuer breitet sich sofort über das ganze Schiff aus, so dass dieses aufgegeben werden muß. Von den 496 Passagieren und Besatzungsmitgliedern können 494 durch zu Hilfe gekommene Frachtschiffe gerettet werden.
22.04.1401
Die Vitalienbrüder werden unter dem Kommando von Klaus Störtebeker in einer Seeschlacht bei Helgoland von einer hanseatischen Flotte unter Simon von Utrecht besiegt.
24.04.1916
Vorstoß der deutschen Hochseeflotte gegen die britische Ostseeküste.
26.04.1961
Erlass der AO Nr. 22/62 des Ministers für Nationale Vereidigung über die Einführung und Trageweise des Ehrendolches für Offiziere, Generale und Admirale. Zum gleichen Zeitpunkt Einführung des Paradesäbels zu Repräsentationszwecken.
29.04.1676
Admiral Michael de Ruyter (Holland) gestorben. Er war einer der größten Flottenführer und Organisatoren der Segelschiffsära. Im Seegefecht gegen französische Flotteneinheiten bei Agosta wurde er am 22.04.1676 tödlich verwundet.
• 1741 ... erkannte Hjorter den störenden Einfluss des Nordlichtes auf die Magnetnadel.
• 1791 …ging im März die britische Fregatte PANDORA bei Tahiti vor Anker. Der Kapitän hatte Order, die Meuterer der BOUNTY festzusetzen. Es gelang, 14 von ihnen einzukerkern, jedoch lief das Schiff vor der australischen Nordküste Ende August auf ein Riff und versank in 33 Meter Tiefe, wie Taucher 1977 feststellten. Etwa 650 Fundstücke wurden bisher geborgen. Australische Institutionen bemühten sich zum damaligen Zeitpunkt (1977) um die Hebung des Wracks.
• 1806 …besetzten französische Truppen Rostock, was aufgrund des dort ohnehin schon schwach entwickelten Gewerbes und der noch immer herrschenden Kontinentalsperre zu erhöhten Verbraucherpreisen für überseeische Waren führte.
• 1851 …wurde das erste Gespräch über Unterseekabel zwischen London und Paris geführt. Das Kabel war 1850/51 durch den Ärmelkanal gelegt worden und verband England telegrafisch mit dem europäischen Festland.
• 1856 … wurde die Pariser Seerechtsdeklaration vom 16.04.1856 verkündet. Die Gesetze und Gebräuche des Seekrieges haben sich z. T. in einem jahrhundertelangen Prozess entwickelt. Viele Regeln sind durch völkerrechtliche Abkommen bestätigt worden. Die Pariser Deklaration, die erste ihrer Art, verbietet die Kaperei, regelt den Schutz von Transportgütern (außer Kriegskonterbande) und enthält Grundsätze für die Blockade.
• 1901 …anlässlich eines Zusammentreffens von Kaiser Wilhelm II. mit dem Zaren Nikolaus II. von Russland verleiht der deutsche Kaiser den Seeoffizieren den Dolch als Interimswaffe. Der Kaiser wurde zur Einführung des Dolchs angeregt, weil russische Marineoffiziere ihn trugen. Der Dolch wurde bis 1918 nur von den deutschen Seeoffizieren, später - und zwar bis 1945 (Kriegsende) - von Marineoffizieren, Deckoffizieren und Portepeeunteroffizieren aller Laufbahnen getragen.
• 1961 …der Zwölfmächte-Antarktisvertrag, der 1959 in Washington erarbeitet wurde, tritt in Kraft. Er vermeidet unter allen an der antarktischen Forschung beteiligten Nationen Besitzregelungen und sieht eine friedliche Nutzung der Antarktis südlich von 60° Südbreite vor. Es ist verboten, im Vertragsgebiet militärische Stützpunkte anzulegen oder nukleare Explosionen durchzuführen. Beteiligte Nationen: Der Australische Bund, Belgien, Chile, Frankreich, Großbritannien, Japan, Neuseeland, Norwegen, die Südafrikanische Union, die UdSSR und die USA.