Maritime Kalenderblätter
An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.
Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.
Die maritimen Kalenderblätter werden von Hans-Peter Küßner zusammengestellt.
November 2026
01.11.1956
Beginn des planmäßigen Lehrgangsbetriebes an der Marineschule Mürwik der Bundesmarine.
05.11.1966
Der japanische Supertanker IDEMITSU MARU, mit 342 m Länge und 209.000 t Tragfähigkeit das zu diesem Zeitpunkt größte Schiff der Welt, läuft zu seiner ersten Probefahrt aus. Dank seinem hohen Automatisierungsgrad benötigt das in Yokohama gebaute Schiff eine Besatzung von nur 32 Mann.
07.11.1951
Der erste Seekartendruck im Seehydrographischen Dienst der DDR erfolgt auf einer historischen Steindruck-Schnellpresse in der eigenen Druckerei.
07.11.1966
Auf der Volkswerft Stralsund wird das 86. und letzte Schiff einer Serie von Fang- und Gefrierschiffen des Typs TROPIK übergeben. Die Bauzeit konnte gegenüber dem ersten Schiff der Serie von 500 auf 160 Tage verkürzt werden. 1.500 Betriebe der ganzen Republik waren am Bau der Schiffe beteiligt.
12.11.1966
Aus New York wird bekannt, dass das amerikanische Atom-U-Boot NAUTILUS bei einer Tauchfahrt im Atlantik mit dem USA-Flugzeugträger ESSEX zusammengestoßen ist und dabei schwer beschädigt wurde.
14.11.1926
Der Kleine Kreuzer EMDEN beginnt eine Weltreise.
15.11.1956
Auf der Grundlage des Befehls Nr. 4/56 des Ministers für Nationale Verteidigung der DDR vom 21.02.1956 und des Befehls Nr. 205/56 des Chefs der Seestreitkräfte und den dazu erlassenen AO des Chefs des Stabes der Seestreitkräfte, jeweils vom 25.10.1956, Auflösung der Flottenbasen, Flottillen sowie speziellen Abteilungen und Schaffung/ Aufstellung/ Bildung von Flottillen mit Wirkung dieses Datums, dazu
• AO Nr. 88/56: I. Flottille (1. Flottille), Standort Peenemünde, vorher Flottenbasis Ost (Peenemünde);
• AO Nr. 87/56: III. Flottille (3. Flottille), Standort Saßnitz, vorher Küstenabschnittsflottille II (Saßnitz);
• AO Nr. 89/56: IV. Flottille (4. Flottille), Standort Warnemünde – Hohe Düne, vorher Flottenbasis West (ehem. Flottenbasis Warnemünde);
• AO Nr. 90/56: VI. Flottille (6. Flottille), Standort Saßnitz, vorher TS-Boots-Flottille (als Aufstellungseinheit geplant);
• AO Nr. 91/56: VII. Flottille (7. Flottille), Standort Parow, vorher Schulflottille;
• AO Nr. 92/56: IX. Flottille (9. Flottille), Standort Wolgast.
18.11./19.11.1421
Die „Elisabethflut" verheert die niederländische Küste. Chronisten berichten von 10.000 Todesopfern und der Zerstörung von 20 Dörfern.
Dezember 2026
01.12.1951
Der Leiter der HVS, Generalinspekteur der Seepolizei Waldemar Verner, erteilt den Befehl zum Aufbau einer Seepolizei-Offiziersschule in Stralsund - Schwedenschanze. Unter der Leitung von Seepolizei-Kommandeur Nordin nimmt die Aufbauphase 8 Wochen in Anspruch.
06.12.1961
Bildung des deutsch-dänischen NATO-Kommandos Ostseezugänge (BALTAP).
06.12.1996
Indienststellung der Fregatte MECKLENBURG-VORPOMMERN.
07.12.1941
Japanischer See- und Luftangriff auf Pearl Harbour mit Trägerflugzeugen und Kleinst-U-Booten. Der japanische
Überfall führt zur Zerschlagung der Hauptkräfte der USA-Pazifikflotte und zum Beginn des Krieges im pazifischen Raum.
19 amerikanische Kriegsschiffe werden versenkt oder durch schwere Beschädigungen außer Gefecht gesetzt.
14.12.1906
Indienststellung des ersten deutschen U-Bootes U 1.
16.12.1966
Die in der DDR weilende ungarische Militärdelegation unter der Leitung des Ministers für Nationale Verteidigung der Ungarischen Volksrepublik, Generaloberst Czinege, besucht die Offiziersschule der Volksmarine „Karl Liebknecht“ und die Volkswerft Stralsund.
17.12.1911
Roald Amundsen, der mit der FRAM in die Antarktis vorstößt, erreicht mit seinen Männern den Südpol und hisst dort die norwegische Flagge.
18.12./19.12.1941
Die im Hafen von Alexandria liegenden englischen Schlachtschiffe QUEEN ELIZABETH und VALIANT werden in einem Nachtangriff von italienischen bemannten Torpedos versenkt.
19.12.2001
Außerdienststellung des Betriebsstofftransporters WALCHENSEE.
31.12.1976
Auflösung der Reserveflottille der Bundesmarine in Wilhelmshaven.
1806 … dekretierte Napoleon nach der vernichtenden preußischen Niederlage von Jena und Auerstedt am 21.11. von Berlin aus die Kontinentalsperre und verhängte damit die Blockade über die Britischen Inseln. Allen mit Frankreich verbündeten oder von ihm unterworfenen Staaten war der Handel und die Korrespondenz mit England untersagt. Sämtliche Waren englischer Herkunft wurden als Prise erklärt. Schiffen aus England oder aus seinen Kolonien wurde das Anlaufen von Häfen im Bereich des Finnischen Meerbusens bis zum Ionischen Meer verboten. Die Kontinentalsperre war nach der empfindlichen Niederlage der französischen Flotte beim Kap Trafalgar im Jahre 1805 eine wirtschaftspolitische Kampfmaßnahme der französischen gegen die mächtige englische Bourgeoisie. Die deutsche Wirtschaft wurde schwer geschädigt. Nur in Sachsen führte die Blockade zur Entwicklung der Industrie, da die englische Konkurrenz fehlte. Dass die Meere beherrschende Britannien aber trotzte seinem Konkurrenten Frankreich und dessen Handelsblockade.
1826 … zeichnete der Leipziger Professor Heinrich Wilhelm Brandes die erste Wetterkarte. Das war ein bedeutungsvoller Schritt in der Weiterentwicklung der Meteorologie, denn damit wurde die synoptische Methode begründet, das heißt die vergleichende Zusammenschau von Wetterbeobachtungen eines Zeitpunktes.
1861 …ging am 14.11. das preußische Schulschiff, die Segelkorvette AMAZONE, mit ihrer ganzen Besatzung, darunter 19 Seekadetten, im Orkan in der südlichen Nordsee unter.
1951 …. erfolgte die Gründung der Seewetterdienststelle in Warnemünde. Sie arbeitete mit modernen Geräten wie Wetterradar und Bildfunk. Täglich werden See-Wetterberichte sowie erforderlichenfalls Warnungen für die Schifffahrt und Fischerei gegeben.