Museum
Das Marinemuseum wurde 1992 eröffnet. Die Mitglieder des Fördervereins haben wesentlichen Anteil am Aufbau und an der Gestaltung der Ausstellungen. Nach Voranmeldung werden Führungen, gern auch für Schülergruppen, durch die Vereinsmitglieder durchgeführt.
Das Marinemuseum ist Teil des Stralsund Museums.
Öffnungszeiten:
Das Museum ist vom 1. Mai bis 31. Oktober geöffnet:
Dienstag bis Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
Montag geschlossen
Preise:
Erwachsene 6,00 €, Ermäßigte* 3,00 €
Gruppenkarte, ab 10 Personen, p. P. 4,00 €, ermäßigt* p. P. 2,00 €
Familienkarte, Eltern mit Kindern bis 18 Jahre 14,00 €
Führung (nur nach Voranmeldung, ca. 1,5 Std.) pro Gruppe 35,00 €, ermäßigt* 20,00 €
* Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren, Auszubildende, Studenten, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Inhaber des Strela-Passes, Mitarbeiter anderer Museen mit Dienstausweis und Schwerbeschädigte (Begleitperson Eintritt frei)
Freier Eintritt am Internationalen Museumstag (17. Mai 2026) und am Tag des offenen Denkmals (13. September 2026)
Ein kleiner Hinweis für Hundeliebhaber: Auf dem sehenswerten Außengelände mit vielen maritimen Exponaten sind Hunde willkommen. Ein Besuch der Ausstellungsräume mit Hunden ist leider nicht möglich.
Der Außenbereich
Großexponate im Außenbereich sind u.a. das Leichte Torpedoschnellboot (LTS) und das Kleine Torpedoschnellboot (KTS).
Das Highlight für viele Besucher ist jedoch der ehemalige Marinehubschrauber Mi-8 des Marinehubschraubergeschwaders Parow, der dem Marinemuseum 1994 übergeben wurde.
Weitere Schwerpunkte der Ausstellung stellen die Minenwaffe und die Minenabwehr dar. Dazu gehören u. a. verschiedene Minentypen, Räumfahrzeuge und Räumgeräte.
Hinter dem Ausstellungsgebäude befinden sich die Kasematten der alten Sternschanze. Nach Instandsetzung der Zugangstreppe ist geplant, sie auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ausstellungen im Gebäude
Im Ausstellungsgebäude befinden sich auf zwei Etagen verschiedene Dauer- und Sonderausstellungen.
Im Erdgeschoss befinden sich mehrere kleine Ausstellungen zu verschiedenen Themen der Marineentwicklung
- Marineuniformen von 1871 bis zur Gegenwart
- Die Geschichte der Gorch Fock
- Die Marinefliegerkräfte in Stralsund 1915 - 1994
- Geschichte der U-Bootwaffe
- Sonderausstellung "Kriegsschiffe unter Segeln"
Im Obergeschoss ist in mehreren Ausstellungsräumen die Entwicklung der deutschen Marinen dokumentiert.
Ausgangspunkt sind die Anfänge der preußischen Marine nach 1815 und der Aufbau des Marinedepots auf dem Dänholm. In einem weiteren Raum finden sich zahlreiche Exponate zur Reichsmarine und zur Kriegsmarine.
In zwei Räumen ist die Entwicklung der Seestreitkräfte der DDR von der Seepolizei über die Volkspolizei See und die Seestreitkräfte der DDR bis zur Volksmarine dargestellt. Besonders wird dabei auf die drei maritimen Lehreinrichtungen in Stralsund und die Bedeutung des Dänholm für die Volksmarine eingegangen.
Ein weiterer Raum ist der Bundesmarine - nach 1990 der Deutschen Marine - und der Marinetechnikschule in Parow gewidmet. Die Marinetechnikschule ist die größte Ausbildungseinrichtung der Deutschen Marine.
Im Obergeschoss befinden sich außerdem noch zwei Sonderausstellungen:
- Der 1. Weltkrieg 1914 - 1918
- Von der Fährverbindung nach Rügen bis zur Rügenbrücke
Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens des Marinemuseums wurden im Rahmen der Aktion "Museum auf der Straße" sieben spannende Objekte des Museums mit kurzen Beiträgen und Filmen vorgestellt. Darauf aufmerksam machten im gesamten Stadtgebiet Plakate an Litfaßsäulen.
• Hubschrauber-Mi-8
• Kleines Torpedoschnellboot
• Carronade
• Kasematten
• Eduard von Jachmann
• Glocke "SMS Stralsund"
• Kapitänsbild Bark "Robert Wendt"
Bis Oktober 2026 ist die Sonderausstellung 75 Jahre Segelschulschiff "Wilhelm Pieck/Greif" zu sehen. Geschichte lebt von verschiedenen Blickwinkeln: Historiker ordnen Ereignisse ein, Zeitzeugen erzählen ihre ganz persönlichen Erinnerungen. Beides zusammen macht diese Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis.
In der Sonderausstellung ist u.a. die Original-Schiffsglocke der „Greif“ zu sehen. Sie wird nach Abschluss der Sanierung wieder an Bord des Schiffes zurückkehren. Die Schiffsglocke der „Wilhelm Pieck“ gilt hingegen bis heute als verschollen. Aus ihrer Zeit ist jedoch ein Original-Rettungsring erhalten geblieben, der ebenfalls in der Sonderausstellung im Marinemuseum Dänholm zu sehen ist.
Wer denkt, im Marinemuseum Dänholm dreht sich alles nur um Schiffe und Technik, wird überrascht sein!
Ein echtes Highlight dieser Sonderausstellung ist ein beeindruckendes Originalgemälde des Stralsunder Malers Tom Bayer. Das 200 × 160 cm große Werk zeigt die Ausfahrt der „Wilhelm Pieck“ aus dem Stralsunder Hafen um 1965 – ein faszinierender Blick auf ein Stück maritimer Zeitgeschichte.
Tom Bayer (1907–1981) lebte fast drei Jahrzehnte in Stralsund und hielt die maritime Atmosphäre unserer Region in zahlreichen Werken fest.






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