Förderverein des Marinemuseums Dänholm

 

Maritimes Kalenderblatt

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner.

Kalenderblätter für die Monate
Januar und Februar 2023


Januar 

01.01.1683
Die beiden brandenburgischen Schiffe KURPRINZ und MOHRIAN landen an der Küste von Guinea und nehmen im Auftrage der Afrikanisch-Brandenburgischen Handelskompanie einen Küstenstreifen für den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Besitz. Es entsteht das Fort Groß-Friedrichsburg.


01.01.1948
Aufstellung des Deutschen Minenräumverbandes Cuxhaven unter Aufsicht des britischen Frontier Control Service.


01.01.1953
Umbenennung der Offiziersschulen der VP-See in „Offizierslehranstalten“ und der Seepolizeischule (Parow) in „Unterführer- und Mannschaftsschule“. U. a. wird die Offiziersschule der Volkspolizei-See in „Seeoffizierslehranstalt der VP-See“ umbenannt.


01.01.1958
- Aufstellung der Marine-Seenotstaffel der Bundesmarine in   Kiel-Holtenau.

- Auf Initiative von Freg.-Kptn. Dr.-Ing. Erich Bruns wird das Institut für Meereskunde des SHD
  der DDR gebildet und von ihm geleitet.


01.01.1973

Die Dauer des Grundwehrdienstes in der BRD wird auf 15 Monate gesenkt.


01.01.2003
Vizeadmiral Lutz Feldt wird Inspekteur der Marine.


03.01.1923
Für einen US-Dollar werden 7.525 Mark bezahlt.


03.01.1963

Gründung/Eröffnung und Aufnahme des Lehrbetriebes der „V. Fakultät“ („Fakultät für Seestreitkräfte“) der Militärakademie „Friedrich Engels“ in Stralsund – Dänholm) als selbständige Dienststelle durch den Kommandeur der Militärakademie der NVA. Beginn der vierjährigen Ausbildung (des Studiums) im Direktstudium in der Fachrichtung „Allgemeiner Flottenkommandeur“ und der zehnmonatigen Weiterbildung in „Höheren akademischen Kursen“ (HAK, bis 1966). Erster Leiter der Fakultät (Sektion) SSK: Kptn. zur See Wilhelm Nordin. Mit der Fakultät für SSK war der Aufbau der Militärakademie als Ausbildungsstätte für alle Teile der NVA abgeschlossen.


03.01.1973
Erlass der Verordnung über Flaggen, Fahnen und Dienstwimpel der DDR.


04.01.1988
Die Schlichting-Werft in Lübeck-Travemünde stellt offiziell den Betrieb ein. Das traditionsreiche Unternehmen hatte bereits 1986 Konkurs angemeldet.


07.01. - 15.01.1988

Erster Besuch einer amerikanischen Expertengruppe im sowjetischen Erprobungsgelände für Kernwaffen in Semipalatinsk...


10.01.1923
Die Hapag stellt mit der THURINGIA (11.343 BRT) ihren ersten Passagierschiffsneubau nach dem Krieg in Dienst.


10.01.1923
Litauen annektiert das von ihm bis dahin nur beaufsichtigte Memelland. Die in Memel beheimateten Schiff müssen jetzt die litauische Flagge führen. Die in Memel ansässigen Reedereien bleiben dort.


11.01.1923

Franzosen und Belgier besetzen das Ruhrgebiet.


11.01.1968
Angehörige der Volksmarine beseitigen gemeinsam mit der Bevölkerung sowie Einheiten der Landstreitkräfte und der GSSD die Folgen orkanartiger Schneestürme in den Nordgebieten der DDR. Hilfeleistung für die Zivilbevölkerung bei der Beseitigung von Unwetterfolgen – Versorgung der Insel Usedom aus der Luft durch Hubschrauber der VM.


11.01. - 26.01.1988

In der Karibik und im Westatlantik finden großangelegte Seekriegsübungen mit der Bezeichnung „Fleetex- 1/88“ statt. Beteiligt sind 37 Kriegsschiffe aus der BRD, Kanada,
Großbritannien und den Niederlanden mit etwa 30.000 Soldaten..


15.01.1968
Indienststellung des Eisbrechers STEPHAN JANTZEN. Eingetragen wird der Eisbrecher für das Seefahrtsamt der DDR, bereedert wird er durch den VEB Lotsen-, Bugsier- und Bergungsdienst.


16.01.1958

Einberufung der ersten Wehrpflichtigen zur Bundesmarine.


21.01.1983

Das U-Boot U 26 der Bundesmarine kollidiert auf der Höhe Feuerschiff Fehmarn-Belt mit dem Passagierschiff VÖLKERFREUNDSCHAFT des VEB DSR. Das MS VÖLKERFREUNDSCHAFT wird dabei am Schiffskörper und an der Backbordschraube beschädigt, kann aber mit eigener Kraft den Heimathafen Rostock-Warnemünde erreichen. Personen werden nicht verletzt. Das 450-ts-Küsten- U-Boot, das die NATO-Bezeichnung SC 175 führt, trägt leichte Schäden davon.


28.01.1973 (andere Angaben 20.01.1973)
Auf dem MLR-Schiff KARL-MARX-STADT der Volksmarine kommt es zu einem schweren Maschinenraumbrand, der nur durch das Eingreifen des Obermaats Bremert unter Kontrolle gebracht werden kann.


20.01.1918

Nach der Versenkung der beiden Monitore RAGLAN und M 28 geriet der Kleine Kreuzer BRESLAU (5.281 t), ab dem 16.08.1914 unter türkischer Flagge fahrend und in MIDILLI umbenannt, nahe der Insel Imbros auf eine Minensperre. Er erhielt fünf Minentreffer und sank. 330 Mann der Besatzung ertranken, 133 wurden gerettet und gerieten in britische
Gefangenschaft.


Februar


04.02.1923
Auf der Lindenau Werft in Memel wird das erste Seeschiff in Dienst gestellt, der Hapag-Dampfer CATTARO (1.424 BRT).


05.02.1918

Der britische Truppentransporter TUSCANIA (14.348 BRT), mit 2.030 amerikanischen Soldaten und 205 Besatzungsangehörigen an Bord, wurde sieben Seemeilen nördlich der nordirischen Insel Rathlin von dem deutschen U-Boot UB 77 durch einen Torpedotreffer versenkt. Das Schiff sank innerhalb von vier Stunden. Insgesamt fanden beim Untergang 166 Soldaten und Seeleute den Tod.


05.02.1998

Verlegung der U-Bootflottille von Kiel nach Eckernförde.


06.02.1923

Auf der Reise von Leith nach Hamburg verschwindet das Hamburger Vollschiff TAMARA XI (1.871 BRT) spurlos in der Nordsee.


06.02.1968

Verlegung des 5. Schnellbootgeschwaders der Bundesmarine von Neustadt/Holstein nach Olpenitz.


07.02.1863

Vor der Westküste von Auckland (Neuseeland) sinkt das Flaggschiff des australischen Geschwaders. 189 von 259 Besatzungsleuten starben.


08.02.1993

Es wird die Entscheidung gefällt, den Marinestützpunkt Peenemünde 1996 zu schließen (das Bundesministerium für Verteidigung beschließt u. a. die Schließung des Standortes Peenemünde bis zum Jahr 2000).


10.02.1923

Die Empfangsfunkstelle von Norddeich wird nach Westgate verlegt und nimmt ihren Betrieb auf.


28.02.1848

Eine Dienstanweisung des Mecklenburger Polizeichefs gibt vor, alle in der Polizei tätigen ehemaligen KM-Angehörigen zu erfassen. Die meisten werden 1950/51 entlassen, dann aber aufgefordert, ihren Dienst bei der Seepolizei bzw. VP-See wieder aufzunehmen..

29.02.1988
Außerdienststellung des Messbootes OKER der Bundesmarine.