Förderverein des Marinemuseums Dänholm

 

Maritimes Kalenderblatt

An dieser Stelle finden Sie ausgewählte Daten und Ereignisse zur Marinegeschichte Mecklenburg-Vorpommerns sowie der deutschen Marinen und damit im Zusammenhang stehende Ereignisse von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Daten werden zweimonatlich aktualisiert und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie werden geprüft, eine Garantie für die Richtigkeit kann aber nicht übernommen werden.

Rückinformationen zu den Kalenderblättern bezüglich Interessen, aber auch Wünsche zu den Themen und Hinweise nehmen wir gern entgegen.

Zusammengestellt von: Hans-Peter Küßner.

Kalenderblätter für die Monate
November und Dezember 2022

11.1852
Erstmals läuft ein preußisches Geschwader, bestehend aus den Schiffen GEFION (ex ECKERNFÖRDER), AMAZON
E und MERCUR, unter dem Oberbefehl des Kommodore Schroeder nach Afrika und Südamerika aus. Diese und weitere Fahrten dienten der Heranbildung von Schiffsoffizieren für eine preußische Flotte.

01.11.1962
Aufstellung des Kommandos der Unterseeboote der Bundesmarine in Kiel; ihm nachgeordnet sind das 1. und 3. U-Bootgeschwader sowie die U-Bootlehrgruppe.

03.11.1987 - 05.11.1987
Besuch und Konsultation des SHD der DDR mit Vertretern des Deutschen Hydrographischen Institutes (DHI) in Hamburg u. a. zu Fragen/Problemen der Bearbeitung großmaßstäbiger Seekarten des internationalen Seekartenwerkes der Ostsee (INT-Karten). Die Delegation des SHD der DDR steht unter der Leitung von Kptn. zur See Dr.-Ing. Schiffner (Ltr. Abt. Hydrographie).

06.11.1912
Untergang des Fünfmastvollschiffes PREUSSEN vor DOVER.

13.11.1872
Ein schwerer Orkan verwüstet die Küsten an der südwestlichen Ostsee.

14.11.1897
Wegen der Ermordung zweier deutscher katholischer Geistlicher besetzen SMS KAISER, SMS PRINZESS WILHELM und der ungeschützte Kreuzer CORMORAN unter Konteradmiral Diederichs den chinesischen Hafen Tsingtau auf der Halbinsel Schantung.

15.11.1962
Die ersten beiden RS-Boote für die Volksmarine, Projekt 205, treffen im Hafen Peenemünde Nord (Sicherheitszone) ein und werden nach einer kurzen, anstrengenden Übernahme im Hafen Peenemünde Nord und dem Vertraut machen mit der Technik am 16.11.1962 (das erste RS-Boot) von Kptn.-Ltn. Nasarenko an die Besatzung der Volksmarine übergeben und am 26.11.1962 in Dienst gestellt.

16.11.1957
Indienststellung des Schnellbootes JAGUAR (Klasse 140) als erstes auf einer deutschen Werft (BRD) nach dem Krieg gebautes Kriegsschiff für die Bundesmarine und Zuteilung zum 3. Schnellbootgeschwader.

18.11.1967
Auf dem Alten Markt in Stralsund leisten in Anwesenheit Tausender Bürger der See- und Hafenstadt neu eingestellte Matrosen der Offiziersschule „Karl Liebknecht“ den Fahneneid.

26.11.1997
Rückkehr von U 24 nach der mit acht Monaten bis dahin längsten Ausbildungsfahrt eines Unterseebootes der Deutschen Marine.

26.11.1952
Indienststellung des Flaggschiffes der VP-See ERNST THÄLMANN (ex. HVIDBJÖRNEN), später Schul- und Flaggschiff ERNST THÄLMANN. Unterstellung der Leitung der R- und KS-Division und Stationierung in Saßnitz. Erster Kommandant mit Befehl Nr. 325/52: Kapitänleutnant Hans Wild.

30.11.1942
Im Hafen von Yokohama explodierte aus nicht genau geklärten Gründen (Funkenflug durch Schweißarbeiten?) ein Ladetank an Bord des deutschen Tank- und Versorgungsschiffes UCKERMARK (10.698 BRT). Die Explosion war so heftig, dass auch der neben dem Schiff liegende deutsche Hilfskreuzer THOR (3.862 BRT) völlig zerstört wurde. Beide Schiffe wurden zum Totalverlust. Durch die Explosion und Brände kamen insgesamt 54 Menschen ums Leben, darunter 13 an Bord der THOR.

30.11.1987
Mit einem eindrucksvollen militärischen Zeremoniell verabschiedet die Volksmarine den langjährigen Stellvertreter des Ministers für Nationale Verteidigung und Chef der Volksmarine, Admiral Dr. Wilhelm Ehm, in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt Vizeadmiral Theodor Hoffmann an.

30.11.1992
Grundsteinlegung der Marinetechnikschule in Parow.


Dezember

 


01.12.1972
Nach der Übertragung der Führung des Sports in der NVA an die
Politorgane wird die Bezirksorganisation der „Armeesportvereinigung Vorwärts“ (ASV) in „Sportorganisation der Volksmarine“ umbenannt und dem Chef der Politischen Verwaltung der Volksmarine unterstellt.

06.12.1917
Nahe der Scilly-Inseln versenkte das deutsche U-Boot U 53 den amerikanischen Zerstörer JACOB JONES (1.060 ts) durch einen Torpedotreffer. Mit dem Schiff gingen 64 Seeleute unter. Nach dem Untergang des Zerstörers nahm das U-Boot zwei Verletzte auf, versorgte die Schiffbrüchigen mit Proviant und gab eine genaue Positionsmeldung über die Untergangsstelle an die Landstellen weiter, damit die Überlebenden gerettet werden konnten. Die JACOB JONES war der erste amerikanische Zerstörer im 1. Weltkrieg und überhaupt, der durch Feindeinwirkung in Verlust geriet.

09.12.1917
In der Nacht vom 09.12. zum 10.12. greifen italienische Motorboote zur U-Boot-Bekämpfung den Hafen von Triest an, in dem die österreichisch-ungarischen Küstenpanzerschiffe WIEN und BUDAPEST liegen. Die WIEN wird von zwei Torpedos getroffen und sinkt.

12.12.1967
Außerdienststellung der Fregatte SCHEER der Bundesmarine.

15.12.1962
Indienststellung des Geleitbootes KARLSRUHE für die Bundesmarine.

15.12.1997
Verlegung des Marineamtes von Wilhelmshaven nach Rostock (Abschluss erst 1998).

16.12.1992
Indienststellung des ersten Minenjagdbootes der Klasse 332 FRANKENTHAL.

16.12.2002
Die Schnellboote S 46 FUCHS, S 48 LÖWE, S 56 DOMMEL und
S 57 WEIHE werden als letzte Einheiten der Klasse 148 außer Dienst gestellt.

17.12.1982
Außerdienststellung der Fregatte KÖLN der Bundesmarine.

31.12.1972
Auflösung des Marineausbildungsregiments der Bundesmarine in Glückstadt; die verbliebenen drei Marineausbildungsbataillone werden danach aufgelöst bzw. als Lehrgruppen in Schulen der Bundesmarine überführt.

31.12.2002
Schließung der Marinewaffenschule. Die Ausbildungsaufgaben werden von der Marineoperationsschule in Bremerhaven und der Marinetechnikschule in Parow übernommen.